[Consumer & Retail-Information vom 18. November 2019] Das Weihnachtsgeschäft ist eröffnet; immer früher, immer umkämpfter, immer schwieriger zu überblicken. Bereits am 7. bzw. 8. November stimmten die Discounter Penny und Aldi mit aufwändigen Werbemaßnahmen auf das Fest der Geschenke ein. Am vergangenen Montag, 11. November, folgte das erste große Event im Vorfeld des klassischen Weihnachtsgeschäftes: Der chinesische Shoppingtag Singles‘ Day, der aufgrund von Rabattaktionen und einer steigenden Zahl teilnehmender Einzelhändler auch in Deutschland zunehmend bekannter wird. Allein der Online-Händler Alibaba generierte in China einen Umsatz von umgerechnet 38,4 Mrd. US-$, was einer Steigerung von 25 % gegenüber 2018 entspricht, und verzeichnete abermals einen Rekord. Bereits in den ersten 68 Sekunden wurden 1 Mrd. US-$ umgesetzt.

Zwei Wochen später startet mit der Cyber Week die Shopping-Woche des Jahres, die mit dem Black Friday am 29. November und dem Cyber Monday am 2. Dezember ihre Höhepunkte erreicht. Es sind die mit Abstand umsatzstärksten Tage für den Online-Handel.

Erstmal zum Online-Händler

Der große Erfolg des Black Friday- und Cyber Monday-Wochenendes beeinflusst das Weihnachtsgeschäft nachhaltig, denn dadurch werden Weihnachtseinkäufe zeitlich vorgezogen. Was spricht dagegen, erst einmal beim Online-Händler zu schauen, ob es das gesuchte Weihnachtsgeschenk nicht auch mit einem Rabatt gibt? Der Konsument hat zudem immer mehr Erfahrungswerte beim Online-Shopping. Gerade die typischen Weihnachtsgeschenke – Spielwaren, Bekleidung, Consumer Electronics – sind Produkte mit hohen Onlineanteilen. Der Konsument muss dank etablierter Plattformen, voran Amazon, nicht aufwändig suchen, er folgt direkt den Angeboten teilnehmender Händler, kennt die üblichen Versandbedingungen und übt sich in der Schnäppchenjagd. Viele Verbraucher werden versuchen, ihre Geschenkeliste zumindest in Teilen bereits an diesen Tagen abzuarbeiten. Wer die Möglichkeit hat, ein Geschenk rabattiert zu kaufen, wird dies tun, da die durchschnittlichen Ausgaben für Weihnachtsgeschenke in deutschen Haushalten bei rund 475 € liegen.

Wieder ein Umsatzrekord am Black Friday und Cyber Monday Wochenende

Wir erwarten, dass 2019 am verlängerten Cyber-Shopping-Wochenende bis zu 2,9 Mrd. € umgesetzt werden, das entspricht einem Wachstum von circa 20 % gegenüber 2018.

Die trotz abschwächender Konjunktur gute Verbraucherstimmung, die auch kurz vor Weihnachten nicht eingetrübt werden sollte, sorgt dafür, dass der Handelsverband Deutschland (HDE) für das Weihnachtsgeschäft in diesem Jahr erstmals  einen Umsatz von leicht über 100 Mrd. € prognostiziert, 3,5 % mehr als im Vorjahr. Der entscheidende Aspekt ist, dass immer mehr Menschen immer mehr Produkte für Weihnachten online kaufen; nach Schätzung des HDE in diesem Jahr im Wert von circa 15 Mrd. €, eine Steigerung von +10,5 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl der Online-Shopper wächst kontinuierlich, ebenso der durchschnittliche Einkaufswert (IKB-Blog).

Etablierung neuer Events – Chancen für den stationären Handel?

Die hohen Zuwachsraten des E-Commerce im Weihnachtsgeschäft, am Singles’ Day und am Cyber Weekend unterstreichen die Verschiebungen zu Lasten des stationären Handels, der selbst in der lebhaften Vorweihnachtszeit mit einer abnehmenden Frequenz in den Läden konfrontiert ist.

Der stationäre Handel ist dennoch nicht chancenlos. Die Vorweihnachtszeit ist emotional aufgeladen und hierin besteht der Vorteil für die Händler vor Ort. Die Innenstädte und Läden sind geschmückt und bieten das richtige Ambiente für ein stimmungsvolles Einkaufserlebnis. Zudem können die stationären Händler die fest im Kalender stehenden Shoppingevents noch umfassender für sich nutzen, um beispielsweise mit koordinierten Aktionen in den Innenstädten die Besucherfrequenz zu halten. Damit bietet sich nicht nur die Chance, an den veränderten Einkaufgewohnheiten und dem Erfolg des Cyber-Shopping-Wochenende zu partizipieren, sondern den vorweihnachtlichen Einkaufsprozess aktiv mitzugestalten.

 

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