[Rohstoffpreis-Information – Ausgabe 11/2019]

Die Weltrohstoffpreise sanken im Verlauf des Oktober 2019 lediglich um 1,7 %. Aufgrund einer ganz leichten Aufwertung des Euro zum US-Dollar fiel der Rückgang in Inlandswährung gerechnet mit 2,2 % leicht stärker aus. Im Fokus stand einmal mehr die Entwicklung an den globalen Rohölmärkten. Obwohl Syrien in den letzten Jahren keine bedeutende Rolle für die globale Rohölversorgung spielt, führte der Einmarsch der Türkei in Syrien zu kleineren preislichen Irritationen. Die Nachfrage nach Rohöl ist weiter ungebrochen. Im laufenden und dem nächsten Jahr zieht diese jeweils um gut 1 mbd (million barrel per day) an. Somit werden 2020 rund 101 mbd Rohöl benötigt. Da die Produktion außerhalb der OPEC kräftig anzieht, sinkt die relative Abhängigkeit von deren Förderung. Für 2020 ist nur noch eine OPEC-Produktion von gut 34,4 mbd erforderlich. Das aktuelle Förderniveau liegt momentan infolge der Produktionskürzung sogar noch unter diesem Niveau. Neben den Exportbeschränkungen für den Iran und dem Fördereinbruch in Venezuela wurde die September-Produktion von dem Drohnenangriff auf saudi-arabische Anlagen negativ tangiert. Bis Jahresende sehen wir den Rohölpreis weiter in einer Bewegung um die Marke von 60 US-$ je Barrel Brent. Für 2020 sehen wir ein leichtes Aufwärtspotenzial. Ein etwas stärkeres Anstiegspotenzial sehen wir dagegen für den Grenzübergangspreis für Erdgas. Bei einer weiter absinkenden Inlandsproduktion halten wir ein Niveau von bis zu 5.000 Euro je TJ (Terrajoule) für möglich.

Für den Wechselkurs des US-Dollar zum Euro sehen wir bis Jahresende 2019 eine Bewegung um die Marke von 1,12 US-$/€. Im Verlauf des Jahres 2020 erwarten wir eine Aufwertung des Euro.

Stahlpreise

Preise für Öl und Gas

Aluminiumpreise

Kupferpreise

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