[Healthcare, Pharma, Chemicals-Information vom 6. Mai 2021]

Die allgemeine Aufmerksamkeit auf Arzneimittelzulassungen war selten so hoch wie die bei der Erstzulassung der Covid-19-Impfstoffe. Doch daneben wurden im letzten Jahr in Deutschland auch eine Vielzahl an Arzneimitteln zur Behandlung von Krebserkrankungen und Medikamente gegen seltene Krankheiten zugelassen.

Markteinführung von neuen Medikamenten 2020 auf Vorkrisenniveau

Im Dezember 2020 erhielt mit Comirnaty von BioNTech und Pfizer der erste Covid-19-Impfstoff eine Zulassung in Deutschland. Daneben wurden 31 weitere Medikamente mit neuen Wirkstoffen eingeführt. Damit bewegt sich die Zahl der neu eingeführten Medikamente ungefähr im Durchschnitt der letzten Jahre.

Der größte Anteil mit 10 neuen Arzneimitteln entfällt auf die Onkologie. Davon sind vier der personalisierten Medizin zuzurechnen. Dabei erfolgt die Wahl einer Therapieoption nicht nur aufgrund der Krankheitsdiagnose, sondern bezieht zusätzlich  Charakteristika des Patienten ein, z. B. definierte Mutationen der Krebszellen. In Deutschland sind dafür bisher 88 Wirkstoffe zugelassen. Diese ermöglichen eine individuelle, auf den Patienten zugeschnittene Identifikation der Behandlungsmöglichkeit.

 

Arzneimittel gegen seltene Erkrankungen nehmen zu

Zudem konnten Fortschritte bei der Behandlung seltener Krankheiten erzielt werden. Dazu zählen in der EU Krankheiten, von denen höchsten fünf von 10.000 Bürger betroffen sind. 13 neue Medikamente haben den Orphan-Drug-Status der EU erhalten. Diesen erhalten Medikamente, die Behandlungsmöglichkeiten deutlich verbessern. 2020 wurden zwei Gentherapeutika eingeführt, die sich durch lang andauernde Wirkung bei einmaliger Behandlung auszeichnen.

Corona-Effekt auf die Zulassungen wird in den Folgejahren erwartet

Auch wenn die Zahl der Neuzulassungen 2020 auf dem Niveau der letzten Jahre lag, ist dennoch ein Covid-Effekt spürbar: Die Health Technology Assessments, also die systematische, evidenzbasierte Bewertung medizinischer Verfahren und Technologien der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA), hat sich Stand September 2020 um mindestens fünf bis sieben Monate verzögert. Klinische Studien wurden insbesondere zu Beginn der Pandemie teilweise verschoben. Diese Effekte können sich auf die Neuzulassungen der Folgejahre auswirken.

Diese Unterlage und die darin enthaltenen Informationen begründen weder einen Vertrag noch irgendeine Verpflichtung und sind von der IKB Deutsche Industriebank AG ausschließlich für (potenzielle) Kunden mit Sitz und Aufenthaltsort in Deutschland bestimmt. Außerhalb Deutschlands ist eine Verbreitung untersagt und kann gesetzlich eingeschränkt oder verboten sein. Die Inhalte dieser Unterlage stellen weder eine (i) Anlageberatung (ii) noch eine individuelle Anlageempfehlung oder (iii) eine Einladung zur Zeichnung oder (iv) ein Angebot zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten dar.

Die auf dieser Seite/in dieser Unterlage enthaltene Information wurde nicht mit der Absicht erarbeitet, einen rechtlichen, steuerlichen oder bilanziellen Rat zu geben. Die Information ist mit größter Sorgfalt erstellt worden. Die IKB Deutsche Industriebank AG übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben, deren Vollständigkeit und Genauigkeit. Stellungnahmen und Prognosen stellen unverbindliche Werturteile zum Zeitpunkt der Erstellung der Unterlage dar. Die Angaben beziehen sich ausschließlich auf den Zeitpunkt der Erstellung der Unterlage. Eine Änderung der Meinung des Verfassers ist daher jederzeit möglich, ohne dass dies notwendigerweise publiziert wird. Die in der Unterlage zum Ausdruck gebrachten Meinungen spiegeln nicht zwangsläufig die Meinung der IKB Deutsche Industriebank AG wider. Prognosen zur zukünftigen Entwicklung geben Annahmen wieder, die sich in Zukunft als nicht richtig erweisen können; für Schäden, die durch die Verwendung der Unterlage oder von Teilen davon entstehen, wird nicht gehaftet. Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung.

Bei der Unterlage handelt es sich nicht um eine Finanzanalyse i.S.d. Art. 36 der Delegierten Verordnung (EU) 2017/565 oder Empfehlung i.S.d. Art. 3 Abs. 1 Nr. 35 Verordnung (EU) 596/2014. Die vorliegende Unterlage ist urheberrechtlich geschützt. Das Bearbeiten oder Umarbeiten dieser Unterlage ist untersagt. Die Verwendung oder Weitergabe der Unterlage in jeglicher Art und Weise an Dritte (z.B. Geschäftspartner oder Kunden) für gewerbliche Zwecke, auch auszugsweise, ist nur mit vorheriger schriftlicher Zustimmung der IKB Deutsche Industriebank AG zulässig.

40474 Düsseldorf
Wilhelm-Bötzkes-Straße 1
Telefon +49 211 8221-0