KfW Capital: neue Beteiligungstochter der KfW für Wagniskapitalfinanzierung

Von |2018-10-10T15:35:28+00:0010. Oktober 2018|Kategorien: Fördermittel|Tags: , |

KfW Capital: neue Beteiligungstochter der KfW für Wagniskapitalfinanzierung

[Fördermittel-Infomation vom 10. Oktober 2018] Am 15. Oktober 2018 startet das operative Geschäft der KfW Capital GmbH & Co. KG, eine Beteiligungstochter der KfW, mit der sie den Venture-Capital- und Venture-Debt-Markt in Deutschland ausbauen will. KfW Capital will jungen innovativen Technologieunternehmen in Deutschland erleichtern, an Eigenkapital zu kommen.

Seit 2015 hat sich die KfW mit einem Volumen von 265 Mio. € an 18 Venture Capital Fonds beteiligt und gemeinsam mit dem BMWi im Jahr 2016 den Co-Investitionsfonds coparion gegründet. KfW Capital wird neben diesen Fonds auch die bestehenden KfW-Beteiligungen an den drei Generationen des High Tech-Gründerfonds übernehmen. Mit Unterstützung des ERP-Sondervermögens (ERP-SV) wird das bisherige Investitionsvolumen der KfW in Venture Capital- (VC) und Venture Debt Fonds (VD) bis zum Jahr 2020 auf jährlich 200 Mio. € gesteigert.

Derzeit besteht in Deutschland eine geschätzte Angebotslücke in der Wachstumsfinanzierung von jährlich 500 bis 600 Mio. €. KfW Capital als 100%ige Tochter der KfW Bankengruppe soll das Beteiligungsgeschäft ausbauen und damit den Markt für Wagniskapitalfinanzierungen substanziell weiterentwickeln:

KfW Capital

  • investiert in VC- und VD-Fonds, die sich wiederum an jungen, innovativen, technologieorientierten Unternehmen in der Wachstumsphase u. a. in Deutschland beteiligen und dadurch deren Kapitalbasis stärken;
  • ist institutioneller Investor ohne Sonderrechte. Die Investments erfolgen zu „pari passu“ mit weiteren privaten Investoren. Der Anteil eines KfW Capital-Fondsinvestments liegt bei max. 25 Mio. € und bei max. 19,99 % der Kapital- und Stimmrechtsanteile des Fonds;
  • investiert sowohl in etablierte Fonds als auch in First-Time-Fonds und auch schon zum First Closing;
  • orientiert sich an den Nachhaltigkeitsrichtlinien der inländischen Förderung der KfW Bankengruppe.

Die Zielfonds sollen

  • mit mehrheitlich privaten Investoren und unabhängigem Management ein Volumen von mind. 50 Millionen € anstreben;
  • mindestens in Höhe der von KfW Capital investierten Summe in Deutschland ansässige Unternehmen finanzieren;
  • überzeugende Investitions- und Exitstrategien vorweisen.

Die Gründung von  KfW Capital beruht auf einem Beschluss des Deutschen Bundestages von März  2017 und einem entsprechenden Auftrag an KfW, BMWi und BMF.

Weitere Informationen:

www.kfw.de/KfW-Konzern/Newsroom/Aktuelles/Pressemitteilungen-Details_490496.html

https://kfw-capital.de/

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