[Healthcare, Pharma, Chemicals-Information vom 7. November 2019] Gut 220.000 Besucher fanden sich Ende Oktober in Düsseldorf ein, um sich von 3.333 Austellern über die neuesten Trends bei Kunststoffen und über den nachhaltigen Umgang mit diesen informieren zu lassen und Geschäftskontakte zu knüpfen. Die Fokusthemen der weltweit führenden Fachmesse der Kunststoff- und Kautschukindustrie in diesem Jahr: Umweltverträglichkeit, Ressourcenschonung und Abfallvermeidung. Die Industrie ist sich einig, dass die Kreislaufwirtschaft vorangetrieben werden muss und nachwachsende Rohstoffe eine wichtigere Rolle einnehmen sollen. Die Protagonisten möchten die Wegwerfmentalität eindämmen und das globale Wachstum der Chemieindustrie von der Förderung von fossilen Rohstoffen entkoppeln. In diesem Zusammenhang gelten sowohl chemisches Recycling und die intensivere Nutzung von Wasserstoff als auch die Verwendung von CO2 als Rohstoff als vielversprechende Ansätze. Diese gilt es in den kommen Jahren zu kommerzialisieren und wirtschaftlich zu optimieren. Dabei soll auch der Innovationsstandort Deutschland eine wichtige Rolle spielen. Gebrauchter Kunststoff soll einheitlich als wertvoller Rohstoff verstanden werden und neue Recyclingtechnologien können eine effizientere Nutzung möglich machen.

Die Investitionsbereitschaft der Industrie ist hoch

Weltweit werden laut IHS 360 Mio. Tonnen Kunststoffe hergestellt, von denen ca. 50 % auf Asien entfallen. Alleine durch bisher angekündigte Crackerprojekte, vornehmlich in Asien und den USA, wird die globale Produktion von Kohlenwasserstoffen innerhalb von drei Jahren auf voraussichtlich 400 Mio. Tonnen steigen. Die Kautschukindustrie produziert derzeit ca. 30 Mio. Tonnen pro Jahr, die sich zu gleichen Teilen auf natürlichen Kautschuk und synthetischen Kautschuk aufteilen. Das Wachstum ist hier konstant, aber vergleichsweise gering.

Die Investitionen in nachhaltigere Produktionstechnologien und verbesserte Recyclingmechanismen sind derzeit hoch und werden mittelfristig global noch deutlich steigen. Diversifizierte Chemiekonzerne und spezialisierte Kunststoffhersteller wie BASF, Borealis, Covestro, INEOS, LyondellBasell und SABIC haben auf der K 2019 erste Produkte auf Basis von nachwachsenden Rohstoffen vorgestellt. Auch Additivhersteller und Spezialitätenanbieter wie ALTANA, Baerlocher, Clariant, Greven und Wacker entwickeln Lösungen für ein verbessertes Umweltprofil und vereinfachtes Recycling. Unternehmensübergreifende Kooperationen liefern häufig sehr gute Ergebnisse und werden vermehrt vorangetrieben. Die meisten Chemieunternehmen sind global aufgestellt und suchen sich für ihre Investitionen den bestmöglichen Standort. Hier reagiert die Industrie in Deutschland positiv auf die angekündigte steuerliche Forschungsförderung der Bundesregierung und deren Willenserklärung, eine Industriestrategie zu erarbeiten. Verbesserungspotenzial sieht Wolfgang Große-Entrup, Hauptgeschäftsführer des VCI, bei den Themen Steuern, Strompreise und Genehmigungsverfahren.

Politische Unterstützung in Deutschland zugesagt

Ebenfalls im Oktober hat die Bundesregierung ihr Klimaschutzprogramm vorgestellt, das CO2 im Zeitverlauf stärker bepreisen und klimatisch kritische Technologien zunehmend sanktionieren wird. Gleichzeitig soll in den Jahren bis 2030 eine umfassende Förderung aufgelegt werden, welche die KfW als entscheidendes Vehikel nutzen will, um Investitionen in energieeffiziente Technologien in Deutschland voranzutreiben. Damit sollen der Industriestandort Deutschland gestärkt und die Innovationskultur der deutschen Chemieindustrie belohnt werden. Die höchsten Förderungen erwartet die IKB in den ersten Jahren dieser Transformationsphase. Die Kunststoffindustrie sollte die sich daraus ergebenden Chancen nutzen, um mittel- bis langfristig notwendige Investitionen kurzfristig betriebswirtschaftlich zu optimieren und so die zirkuläre Wirtschaft voranzutreiben. Hierbei gilt in Zusammenarbeit auch mit dem Bankpartner der Slogan der diesjährigen K: „Nachdenken. Umdenken. Querdenken. Neudenken.“. 

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