[Rohstoffpreis-Information – Ausgabe 10/18] Im Verlauf des September 2018 erhöhten sich die Weltrohstoffpreise um 5,6 %. Aufgrund eines leicht festeren Wechselkurses des Euro zum US-Dollar betrug der Anstieg in Inlandswährung 4,6 %. Der weiter eskalierende Handelskrieg vor allem zwischen China und den USA schürt die Sorgen, dass es zu Bremswirkungen im Wachstum der Weltwirtschaft und möglichen Störungen der Zulieferketten kommt. Während sich die Basismetalle schwächer entwickelten, zogen gegen den allgemeinen Trend die Rohölpreise zuletzt deutlich an: Ursache war ein knapp versorgter Markt und ein temporäres Absinken der US-amerikanischen Rohölvorräte unter die Marke von 400 Mio. Barrel. Vor allem aber belasteten die Sorgen vor Förderrückgängen im Iran infolge der ab November stark verschärften US-Sanktionen. Allerdings hat der Iran im August 2018 seine Förderung bisher nur geringfügig (um 0,15 mbd = Million Barrel per Day) zurückgenommen. Zudem weigerten sich die OPEC-Staaten, dem Wunsch von Präsident Trump nach höheren Fördermengen und niedrigeren Preisen zu folgen. Dies ist aber notwendig, um eine eventuelle Fördereinbuße des Iran von ca. 1 mbd auszugleichen. Kurzfristig ist dazu nur Saudi-Arabien in der Lage, zumal die Förderung