[Energiesektor-Radar – Ausgabe 01/2019] Neben energiepolitischen Diskussionen zur Energiewende, die im 2. Halbjahr 2018 große Aufmerksamkeit erregten, beinhaltet diese Ausgabe einen Spezial-Beitrag zur Klärschlammverbrennung und Phosphorrückgewinnung sowie bedeutende Markt(-Segment)Entwicklungen.

1. Branchentwicklungen

  • Mit dem Energiesammelgesetz konnten Ende 2018 endlich zentrale Vereinbarungen aus dem Koalitionsvertrag umgesetzt werden und sich auf EEG1), KWKG2) und EnWG3) auswirken. Die vorgesehene Verlängerung der KWK-Förderung bis 2025 wird einige Investitionsprojekte vorantreiben, denen bisher die Befristung bis Ende 2022 entgegen stand.
  • Auch die dritte Ausschreibung für KWK4) zeigte ein überschaubares Wettbewerbsniveau. Bei den EEG-Ausschreibungen für Wind Onshore ergaben sich sogar Unterzeichnungen des ausgeschriebenen Volumens. Insgesamt war bei Wind und Photovoltaik (PV) 2018 ein Anstieg der durchschnittlichen Zuschlagswerte zu verzeichnen.
  • Weitere Themen, die den Markt im 2. Halbjahr 2018 bewegten, waren unter anderem die Preisentwicklung für CO2-Zertifikate, der Fahrplan der Kohle-Kommission und die Netzstabilitätsreserve.

2. Branchen-Bewertung

  • Die IKB-Peer-Gruppe, bestehend aus börsennotierten Energieversorgungsunternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH), wird im Durchschnitt mit 9,7x EBITDA 2019E bewertet. Die Bewertungsbandbreite erstreckt sich von 6,4x bis 17,5x EBITDA 2019E.
  • Die weite Bewertungsbandbreite resultiert aus einer sehr heterogenen Entwicklung der Aktienkurse innerhalb der Peer-Gruppe sowie Sondersituationen bei einigen der Versorgungsunternehmen. Sie spiegelt aber nicht wider, dass die Bewertung der Versorgungsunternehmen insbesondere aufgrund des branchenweiten Abbaus von Nettoverschuldung gegenüber dem 1. Halbjahr 2018 mehrheitlich rückläufig war.

3. Fremdkapital-Märkte

  • Konjunktursorgen haben europäische Kapitalmarktrenditen Ende 2018 erneut unter Druck gesetzt. Auch US-Renditen konnten ihre Niveaus trotz weiterer Fed-Zinsanhebungen nicht halten. Insgesamt hat sich zum Jahresende die Zinskurve in den USA und Deutschland deutlich verflacht.
  • Der Markt für Corporate Schuldscheindarlehen hat erneut die Marke von 20 Mrd. € platziertem Volumen überschritten5), wenngleich das Volumen hinter den Rekordjahren 2016 und 2017 zurückbleibt. Typischerweise sind die Transaktionen aufgrund der starken Nachfrage seitens Investoren weiterhin überzeichnet und entsprechend niedrig sind die Margen.
  • Mit dem neuen, technologieoffenen und branchenübergreifenden Förderpaket „Energieeffizienz und Prozesswärme aus Erneuerbaren Energien in der Wirtschaft“ setzt das BMWi neue Impulse in der Energieeffizienzförderung. In Abhängigkeit der CO2-Einsparung6) können signifikante (Tilgungs-)Zuschüsse auf förderfähige Investitionen beantragt werden.

4. M&A-Transaktion

  • Mit rund 130 M&A-Transaktionen7) (inkl. Erneuerbare Energien) ist im 2. Halbjahr 2018 eine deutliche Zunahme zu sehen. Neben Portfoliobereinigungen und Rekommunalisierungen nimmt das Interesse von Energieversorgungsunter-nehmen (EVUs) und Stadtwerken an Dienstleistungs- und Start-up-Unternehmen einen immer höheren Stellenwert ein.
  • M&A-Aktivitäten bei Erneuerbaren Energien werden weiterhin von On- und Offshore-Wind-Transaktionen mit der größten Anzahl an Projekten dominiert. Weitere Transaktionen erfolgten im PV- und mit großem Abstand im Bioenergie-Sektor.
  • Für 2019 kündigen sich bereits größere Transaktionen an. Uniper ist in exklusiven Verhandlungen mit der tschechischen EPH über den Verkauf der Frankreich-Aktivitäten. EWE beabsichtigt die Veräußerung ihrer Türkei-Aktivitäten, größte Chancen hat der Staatskonzern Socar aus Aserbaidschan. Vortex Energy plant den Verkauf von 49 % an einem europäischen Windpark-Portfolio (rd. 1.000 MW). Der niederländische Energieversorger Eneco wird privatisiert. Für STEAG und EWE wird jeweils ein neuer Mitgesellschafter gesucht.

1)EEG = Erneuerbare-Energien-Gesetz
2)KWKG = Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz
3)EnWG = Energiewirtschaftsgesetz
4)KWK = Kraft-Wärme-Kopplung; für das mittlere Leistungssegment von 1 bis 50 MW
5)hinzu kommt  ein nicht zu spezifizierendes Volumen nicht breit vermarkteter Transaktionen
6)für gewerbliche und kommunale Unternehmen ohne Umsatzgrößenbeschränkung
7)entweder in Deutschland oder mit involvierten deutschen Playern

1. Branchenentwicklungen in Deutschland

Energiepolitische Themen und Herausforderungen

Insbesondere energiepolitische Diskussionen zur Energie-wende erregten im 2. Halbjahr 2018 große Aufmerksamkeit

Energiesammelgesetz: Mit dem Energiesammelgesetz, welches Ende 2018 vom Bundesrat verabschiedet wurde und zum 1. Januar planmäßig in Kraft getreten ist, wurden zentrale Vereinbarungen aus dem Koalitionsvertrag umgesetzt. Die Folgen sind  umfangreiche Änderungen im EEG, KWKG und EnWG, die aus beihilferechtlichen Gründen erforderlich waren. Unter anderem sieht das Gesetz Sonderausschreibungen für Windkraft und Photovoltaik vor, die zu einem kurzfristig höheren Zubau Erneuerbarer Energien führen sollen. Daneben werden Innovations-ausschreibungen zur Erprobung neuer Preisgestaltungs-mechanismen und Ausschreibungsverfahren eingeführt, mit dem Ziel, mehr Wettbewerb zu generieren sowie die Netz- und Systemdienlichkeit zu verbessern. Insbesondere die Verlängerung der KWK-Förderung um drei weitere Jahre bis 2025 wird einige Investitionsprojekte vorantreiben, die aufgrund der bisherigen Befristung bis Ende 2022 auf Eis lagen. Allerdings bedarf es hier noch der Zustimmung der EU-Kommission, da es sich um eine „Beihilfe“ handelt.

Kohle-Kommission: Die Kohle-Kommission, welche ursprünglich bis Ende 2018 einen Fahrplan für den Kohleausstieg samt Enddatum vorlegen wollte, hat die Vorlage der Ergebnisse auf Anfang Februar 2019 vertagt. Für die Verzögerung ist wohl der Widerstand der drei Ostländer, die vom Kohleausstieg besonders betroffen wären, ursächlich. Des Weiteren gab es Protest von den Spitzenverbänden der Energiewirtschaft, Kommunen und der Industrie zum Vorschlag, den Betreibern von Kohlekraftwerken nur bei kurzfristigen Abschaltungen Entschädigungszahlungen zuzubilligen.

CO2 -Zertifikate: Der Emissionshandel mit CO2-Zertifikaten ist das zentrale Klimaschutzinstrument der EU. Aufgrund der Vielzahl an Zertifikaten am Markt lag der CO2-Preis bisher allerdings so niedrig, dass der Emissionshandel weitgehend als wirkungslos verschmäht wurde. Doch binnen eines Jahres hat sich der Preis für eine ausgestoßene Tonne Kohlenstoffdioxid mit über 20 € mehr als vervierfacht1). Dies hat zur Folge, dass ältere Steinkohle- wie auch Braunkohlekraftwerke zunehmend Probleme bekommen, da sie bei einem CO2-Preis von über 20 € ihre Kosten für Betrieb und Tagebau nicht mehr decken können. Einige der betroffenen 12.000 Unternehmen und Stromproduzenten in der EU haben sich in der Vergangenheit vorsorglich mit billigen CO2-Zertifikaten eingedeckt. Ob die Preisentwicklung nachhaltig ist, bleibt abzuwarten.

Netzstabilitätsreserve: Mit Hilfe der Ausschreibung besonderer netztechnischer Betriebsmittel beschaffen die Übertragungsnetzbetreiber Amprion, Tennet und Transnet BW eine weitere Reserve zur Netzabsicherung. Dabei handelt es sich um Kapazitäten, die im Falle eines Kraftwerksausfalls zum Einsatz kommen. Es werden Dritte beauftragt, um die Sicherheit und Zuverlässigkeit des Elektrizitätsversorgungssystems bei einem tatsächlich örtlichen Ausfall eines oder mehrerer Betriebsmittel im Übertragungsnetz in Süddeutschland wiederherstellen zu können. Insgesamt beschaffen die Übertragungsnetz-betreiber im Rahmen technologieneutraler Ausschreibungen 1.200 MW Wirkleistung, aufgeteilt in 12 Lose je 100 MW, die sich in vier Losgruppen gliedern. Die Teilnahmefrist ist bereits im letzten Jahr ausgelaufen. Bis April 2019 erfolgt die Zuschlagserteilung2) und ab 1. Oktober 2022 beginnt die 10-Jahres-Frist zur Erbringung der Leistung.

KWK-Anlagen: Die Ergebnisse der Dezember-Auktion der KWK-Ausschreibung zeigen, dass das Interesse weiterhin überschaubar bleibt. Für Anlagen mit einer Leistung von 1 bis 50 MW kam es in der dritten Runde der regulären KWK-Ausschreibung nur zu einem geringen Wettbewerbsniveau. Für das ausgeschriebene Volumen von 77 MW wurden 17 Gebote über insgesamt 104 MW eingereicht. Elf Gebote mit einem Volumen von 78 MW wurden letztendlich bezuschlagt, sodass in der kommenden Auktion 1 MW weniger ausgeschrieben wird. Der durchschnittliche Zuschlagswert lag bei 4,74 Cent/kWh gegenüber 4,31 Cent/kWh in der Juni-Auktion. Auch bei der parallel durchgeführten zweiten Ausschreibung für innovative KWK-Systeme fehlte jeglicher Wettbewerb. Bei drei Geboten mit einem Umfang von 13 MW war die Ausschreibung über 29 MW deutlich unterzeichnet.

EEG-Ausschreibungen Wind/Solar: Der Trend steigender Zuschlagssätze bei den Ausschreibungen für Windenergie an Land setzte sich im 2. Halbjahr 2018 fort und resultierte im Gebotstermin vom 1. Oktober 2018 in einem durchschnittlichen Zuschlagswert, der mit 6,26 ct/kWh nur geringfügig unterhalb des Höchstwerts lag. Wesentlicher Treiber dieser Entwicklung ist die zu geringe Anzahl genehmigter Projekte im Markt. Folgerichtig kamen bei der technologieübergreifenden Ausschreibung vom 1. Novem-ber 2018 bei einem durchschnittlichen Zuschlagswert von 5,27 ct/kWh erneut nur PV-Anlagen zum Zuge. Somit war 2018 auch in den Ausschreibungen für PV trotz Überzeichnung im Durchschnitt ein Anstieg der Zuschlagssätze zu verzeichnen.

Fazit: Da die Länderkammer dem  Energiesammelgesetz nur mit deutlicher Kritik zugestimmt hat und das Gesetz als weitere verpasste Chance ansieht, ist mit weiteren Gesetzgebungsverfahren in 2019 zu rechnen. Weiterhin bleiben die Ergebnisse der Kohle-Kommission abzuwarten.

1) Vorzeitige Reaktion auf die Zertifikate-Verknappung durch die EU, welche ab 1. Januar 2021 greifen wird.
2) Nachrichtlich: Tennet hat Anfang Januar 2019 in der ersten Ausschreibungsrunde Uniper den Zuschlag über den Bau eines Gaskraftwerks mit einer Kapazität von 300 MW am bestehenden Standort Irsching erteilt.
Quellen: energate; Bundesnetzagentur; BWE; IKB-Research

Spezial: Klärschlammverbrennung und Phosphorrückgewinnung

Klärschlamm gehört gemäß der Düngemittelverordnung zu den Düngemitteln und ist als deren Hauptbestandteil zugelassen. Die Ausbringung von Klärschlamm als Düngemittel hat in der Landwirtschaft eine lange Tradition, rd. 1/3 des Klärschlamms wird immer noch in der Landwirtschaft eingesetzt; diese Klärschlämme müssen nach der Düngemittelverordnung die definierten Grenzwerte einhalten.

Mit einem Anteil von 1,14 Mio. t dominiert die thermische Behandlung heute alle anderen Entsorgungswege. Thermische Behandlung umfasst sowohl die Verbrennung in Monoverbrennungsanlagen als auch die Mitverbrennung in Kohlekraftwerken, Zementwerken und Abfallverbrennungs-anlagen. Von den 1,14 Mio. t Klärschlamm wurden 2016 460.000 t (26 % vom Gesamtaufkommen) in reinen Klärschlammmonoverbrennungsanlagen behandelt, weitere ca. 450.000 t (25 % vom Gesamtaufkommen) gingen direkt in Kraftwerke zur Mitverbrennung und 125.000 t (7 % vom Gesamtaufkommen) wurden in Zementwerken eingesetzt.

Im Koalitionsvertrag haben sich die Parteien nun darauf verständigt, die Klärschlammausbringung zu Düngezwecken zu beenden und Phosphor sowie andere Nährstoffe aus dem Klärschlamm zurückzugewinnen. Dies führt zwangsläufig zu einem starken Rückgang der landwirtschaftlichen Verwertung, sodass die Entsorgung über Monoverbrennung eine wirtschaftliche und nachhaltige sowie aus regulatorischer Sicht notwendige Alternative darstellt.

Düngeverordnung und AbfKlärV1) – Novelle 2017: 2017 ist die neue Düngeverordnung in Kraft getreten, welche die Anforderungen bei der Anwendung von Düngemitteln konkretisiert und deren Ausbringung auf landwirtschaftlich genutzten Flächen regelt. Die Düngeverordnung sieht eine Begrenzung des Stickstoff- und Phosphatgehalts im Boden vor sowie eine Verlängerung der Sperrzeiten für die Aufbringung von Dünger und die Verschärfung der Einarbeitungspflicht. Nach der neuen AbfKlärV wird erstmals eine Pflicht zur Phosphorrückgewinnung für nicht stofflich verwertete Klärschlämme bzw. Aschen aus der thermischen Behandlung von Klärschlämmen eingeführt. Die Vorgaben zur Phosphorrückgewinnung haben die Betreiber von Kläranlagen bzw. Verbrennungsanlagen, in denen Klärschlamm verbrannt wird, nach Ablauf einer zweistufigen Übergangsfrist zu beachten. Die Pflicht greift für Kläranlagen mit einer genehmigten Ausbaugröße von  mehr als 100.000 Einwohnerwerten (EW) ab dem 1.1.2029. Ab dem  1.1.2032 müssen auch Anlagen mit einer Ausbaugröße von mehr als 50.000 EW die neuen Regelungen einhalten. Ab dem Jahr 2023 besteht die Pflicht, Klärschlämme auf ihren Phosphorgehalt zu untersuchen.

Die Anforderungen an die Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlamm bzw. der Asche aus der thermischen Vorbehandlung von Klärschlamm sind in Artikel 5 der neuen AbfKlärV geregelt. Beträgt der Phosphorgehalt im Klärschlamm ≥ 20 g/kg Trockenmasse bzw. ≥ 2 %, muss Klärschlamm einer Phosphorrückgewinnung zugeführt werden. Alternativ kann eine thermische Vorbehandlung in Klärschlammmonoverbrennungsanlagen oder bestimmten Klärschlammmitverbrennungsanlagen mit anschließender Phosphorrückgewinnung durchgeführt werden. In diesem Fall wird die erzeugte Asche bzw. der kohlenstoffhaltige Rückstand einer Phosphorrückgewinnung oder einer stofflichen Verwertung unter Nutzung des Phosphors zugeführt.

Neben der AbfKlärV gilt für Anlagen, die Klärschlamm (mit-) verbrennen, ebenfalls die 17. Bundes-Immissionsschutzverordnung, welche die Errichtung, die Beschaffenheit und den Betrieb von Verbrennungs- oder Mitverbrennungsanlagen, in denen Abfälle eingesetzt werden, regelt.

IKB-Einschätzung: Um die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen, werden erhebliche Investitionen in neue Klärschlammmonoverbrennungs- sowie Phosphorrückgewinnungsanlagen erforderlich sein. Sowohl für kommunal geprägte als auch für gewerbliche Unternehmen kann sich ein neues und wachsendes Geschäftsfeld entwickeln. Das Recycling und die Vermarktung von Phosphor bieten zusätzliche Erlöschancen. Die Errichtung neuer Anlagen oder die Integration beispielsweise. von Drehrohrofensystemen in bestehende Müllheizkraftwerke kann einen Finanzierungs-bedarf auslösen. Die IKB hat sich früh positioniert und steht gerne als Finanzierungspartner zur Verfügung.

1)AbfKlärV = Klärschlammverordnung
Quellen: Umweltbundesamt; IKB Research

2. Branchen-Bewertung in DACH

Börsen-Bewertungen im Sektor

UW/EBITDA:
2019E – Relativ nach Kapitalanteilen            
UW/EBITDA:
Im Zeitverlauf der letzten 3 Jahre                                      

Kommentar

  • Die IKB-Peer-Gruppe besteht aus börsennotierten Versorgungsunternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH) und wird aktuell im Durchschnitt mit 9,7x EBITDA 2019E bewertet.
  • Der gegenüber dem 1. Halbjahr 2018 unveränderte Durchschnittswert ist allerdings durch die Extremwerte stark verzerrt. Mehrheitlich ist die Bewertung gegenüber dem 1. Halbjahr 2018 gesunken und beträgt im Median 8,7x EBITDA 2019E (gegenüber 9,2x EBITDA 2018E). Die Bandbreite der EBITDA-Multiplikatoren 2019E erstreckt sich von 6,4x bis 17,5x gegenüber 7,3x bis 14,5x im 1. Halbjahr 2018 (EBITDA 2018E).
  • Hierbei ergibt die Entwicklung der Aktienkurse der Versorgungsunternehmen ein geteiltes Bild. Während die VERBUND-Aktie ihre starke Performance aus dem 1. Halbjahr 2018 fortsetzte und auch BKW und Innogy (entsprechend der Konditionen des RWE-/E.ON-Deals) sich positiv entwickelten, sank die Marktkapitalisierung bei Uniper und EVN. Maßgeblicher für die im Durchschnitt rückläufige Bewertung war demnach der branchenweite Abbau von Verschuldung. Die hohe Bewertung von Alpiq ergibt sich im Wesentlichen aus geringeren Analystenschätzungen aufgrund aktueller EBITDA-Belastungen.

1) Berechnung: (Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten + Langfristige Finanzverbindlichkeiten + Minderheitsbeteiligungen + Pensionsrückstellungen und Rückbauverpflichtungen) ./.
Zahlungsmittel ./. Zahlungsmitteläquivalente ./. Langfristige Wertpapiere und Ausleihungen
2)Berechnung des Unternehmenswerts (UW): Aktienkurs x Aktien im Umlauf (= Marktkapitalisierung) + Nettoschulden
3)Berechnung: Finanzverbindlichkeiten + Minderheitsanteile ./. Zahlungsmittel ./. Zahlungsmitteläquivalente ./. Langfristige Wertpapiere und Ausleihungen
4)Keine Kernenergie und geringe konventionelle Kraftwerkskapazitäten bei Verbund, EVN und MVV. Alpiq hält zwei Minderheitsbeteiligungen an AKWs mit noch langer Laufzeit; hohe Rückbauverpflichtungen auch bei BKW aufgrund Stilllegung des AKW Mühleberg in 2019; damit mangelhafte Vergleichbarkeit von Multiplikatoren schon im deutschsprachigen Raum.
Quellen (alle Grafiken): S&P Capital IQ per 31. Dezember 2018; Unternehmensangaben; IKB Research

3. Fremdkapital-Märkte

EURIBOR     Swap-Sätze     KfW-Einstände1)  

Markt für Schuldscheindarlehen (SSD): Transaktionen nach Sektoren

Kommentar

  • Die Kapitalmarktrenditen deutscher Anleihen kannten im 2. Halbjahr 2018 nur eine Richtung – nach unten. Konjunktur-sorgen, eine erhöhte Risikoaversion, aber auch ein weiterhin nicht überzeugender Anstieg der Inflationsrate in der Euro-Zone waren hierfür maßgeblich verantwortlich. Die italienischen Renditen blieben auf einem anhaltend hohen Niveau, allerdings unterhalb der Höchstwerte von Oktober 2018.2) Auch langläufige US-Renditen kamen in den Sog eintrübender konjunktureller Erwartungen und fielen von rund 3,2 % im November auf unter 2,7 % Ende 2018, trotz weiterer Leitzinsanhebung im Dezember. Renditemärkte auf beiden Seiten des Atlantiks scheinen an keiner nachhaltigen Wende der Geldpolitik zu glauben und spiegeln ein zunehmend negatives Konjunkturbild, was angesichts der Risiken wie der Brexit, die US-Handelspolitik und eine mögliche chinesische Konjunkturabkühlung durchaus nachvollziehbar erscheint. Und auch wenn sich der Konjunkturausblick im Verlauf von 2019 als weniger kritisch erweisen sollte, deuten anhaltende Unsicherheiten und eine hohe Volatilität auf weiterhin eher niedrige Renditen hin.
  • Der gesamte SSD-Markt war 2018 in Bezug auf das platzierte Volumen etwas schwächer als 2017 (> 23 Mrd. €). Etwa 20 Mrd. € wurden im Rahmen breiter Vermarktungen platziert. Der Energiesektor war gewohntermaßen mit einem soliden Anteil vertreten: 7 Transaktionen3) mit 885 Mio. € platziertem Volumen im Jahr 2018 wurden erfasst, wobei das vermarktete Zielvolumen von insgesamt 550 Mio. € die nach wie vor starke Tendenz zu deutlichen Überzeichnungen verdeutlicht. Die vermarkteten Laufzeitenbänder erstreckten sich von 5 bis 10 Jahren bei weiterhin sehr niedrigen Margen, in einem Fall wurden sogar Laufzeiten bis zu 15 Jahren vermarktet.
  • Das BMWi hat die Förderung für anlagen- und prozessbezogene Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz neu ausgerichtet. Seit Januar können alle Unternehmen Vorhaben gebündelt im KfW-Programm „Energieeffizienz und Prozesswärme aus Erneuerbaren Energien in der Wirtschaft (295)“ als zinsverbilligten Kredit mit Tilgungszuschuss oder als Investitionszuschuss beim BAFA4) mit max. 500 € pro jährlich eingesparter Tonne CO2 und max. 10 Mio. € pro Antragsteller oder Projekt beantragen. Die Förderung unterteilt sich in vier Module: (1) Querschnittstechnologien, (2) Prozesswärme aus Erneuerbaren Energien, (3) Mess-,  Steuer- und Regelungstechnik sowie (4) energiebezogene Optimierung von Anlagen und Prozessen. Das Programm startete zu attraktiven Konditionen mit z.B. 5 bps für 10 Jahre mit max. 2 Tilgungsfreijahren. Alternativ ermöglicht das Nachfolgeprogramm von STEP Up!, der „BMWi-Förderwettbewerb Energieeffizienz“, eine wettbewerbliche Förderung mit einer flexiblen, höheren Förderquote (Start in Q1 2019 geplant).

1)KfW-Programme: Erneuerbare Energien – Standard (270), IKU-Investitionskredit (148), IKU-Energetische Stadtsanierung – Quartiersversorgung (202), KfW-Energieeffizienzprogramm – Produktionsanlagen/-prozesse (Premium 293); jeweils 10 Jahre Laufzeit/2 tilgungsfreie Anlaufjahre/10 Jahre Zinsbindung
2)Zweifel an der italienischen Schuldentragfähigkeit im Kontext fragwürdiger fiskalischer Maßnahmen sowie ein nicht überzeugendes Wirtschaftswachstum in Italien waren entscheidend.
3)Neben deutschen Adressen waren auch Unternehmen aus Luxemburg und Österreich vertreten.
4)BAFA = Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle
Anmerkung zu den Grafiken: Wertentwicklungsangaben aus der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für die Zukunft.
Quellen (Grafiken): S&P Capital IQ per 31. Dezember 2018 (oben links und oben Mitte); KfW per 31. Dezember 2018 (oben rechts); IKB Research (Mitte)

4. M&A-Transaktionen

Energieversorgungsunternehmen – Ausgewählte M&A-Transaktionen (07/18 bis 12/18)

Kommentar

  • Im Rahmen der Rekommunalisierung erfolgten in der zweiten Jahreshälfte 2018 weitere Konzessionsübernahmen2) durch lokale, kommunal geprägte Versorger.3)
  • Fusionen: Die Stadtwerke ETO und die Energieversorgung Oelde fusionierten zur Stadtwerke Ostmünsterland GmbH & Co. KG. Damit einhergehend hat die neue Gesellschaft das Stromverteilnetz der innogy SE in Sendenhorst sowie das Gasverteil-netz der Stadtwerke ETO in Ennigerloh übernommen. Durch den Zusammenschluss der Unternehmensgruppe ARGE Netz Energie und dem Direktvermarkter GESY Green Energy Systems ergibt sich eine Vermarktungsplattform von rund 8.000 MW für Erneuerbare Energien, die somit zu den größten in Deutschland und Europa zählt. Dabei geht die GESY in der ARGE vollständig auf. Die Fusion der beiden deutschen Gasexplorationsgesellschaften Wintershall Holding GmbH und Deutsche Erdöl AG ist von den Konzernmüttern beschlossen, unterliegt aber noch den ausstehenden Zustimmungen der Behörden und der Bundesnetzagentur. Closing zu Deutschlands größter Explorationsgesellschaft ist für das 1. Halbjahr 2019 geplant.
  • Der australische Finanzinvestor IFM hat auch seine restlichen 20 % an dem deutschen Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz 2018 veräußern können, nachdem bereits im März 2018 der belgische Übertragungsnetzbetreiber Elia im Rahmen eines Vorkaufsrechts seine Anteile von 60 % auf 80 % erhöht hatte. Neuer Investor neben Elia ist die deutsche Förderbank KfW. Dies erfolgte auf Wunsch der deutschen Bundesregierung zur Verhinderung des Einstiegs des chinesischen Staatskonzern State Grid Corporation of China (SGCC). Die KfW wird die Anteile aber nur übergangsweise halten.
  • Der Schweizer Versorger BKW hat mit der Mehrheitsbeteiligung an der Climaplan GmbH sowie den Übernahmen der Ingenieurbüro Prof. Dr.-Ing. Vogt Planungsgesellschaft mbH, der emutec GmbH, der IHB GmbH und der IKK Engineering GmbH in Österreich sein Netzwerk an Ingenieursdienstleistungen massiv in Deutschland ausbauen können.

1) Berechnung Berechnung des Unternehmenswerts (UW): Equity Value + Nettoschulden (auf Basis öffentlich verfügbarer Daten)
2) Aufgrund der Vielzahl und/oder der Kleinteiligkeit werden ausschließlich ausgewählte Transaktionen aufgeführt oder im Kommentar benannt.
3) So hat beispielsweise die Stadtwerke Ahrensburg GmbH zwei Nahwärmenetze inkl. zwei BHKWs (HanseWerk Natur GmbH) im Stadtgebiet Ahrensburg, die Rhein-Ahr Energie GmbH & Co. KG die Stromverteilnetze (innogy SE) in Bad Breisig, Remagen, Sinzig, Grafschaft, Gönnersdorf, Burgbrohl und Brohl-Lützing zu jeweils 75 %, die EnergieNetz Mitte GmbH das Stromverteilnetz (BeSte Stadtwerke GmbH) in Borgentreich, die Westfalen Weser Netz GmbH die Stromverteilnetze (BeSte Stadtwerke GmbH) in Steinheim und Beverungen oder die Stadtwerke Donauwörth GmbH das Stromverteilnetz (LEW Verteilnetz GmbH) in Donauwörth zu 51 % erworben.
Quellen: Unternehmensangaben; IKB Research

Erneuerbare Energien – Ausgewählte M&A-Transaktionen (07/18 bis 12/18)

Kommentar

  • Die Trianel Erneuerbare Energien GmbH & Co. KG (TEE) hat im Juli mit dem Erwerb des Onshore-Windparks „Zellertal“ (5,56 MW) in Rheinland-Pfalz das deutschlandweite Portfolio mit Windenergie- und Photovoltaikfreiflächenanlagen auf 170 MW ausgebaut. Nur einen Monat später gelang der TEE mit dem Erwerb von elf deutschen Windkraftprojekten mit einer Leistung von 182,2 MW von der ABO Wind AG ein bedeutsamer Deal. Die Projekte sollen gemeinsam entwickelt werden.
  • Darüber hinaus konnte die ABO Wind AG in Finnland einen weiteren Windpark (50 MW) verkaufen, erstmalig vor Baubeginn. Käufer war der finnische Windpark-Betreiber Suomen Hyötytuuli Oy. Als Käufer war die ABO-Gruppe ebenfalls erfolgreich und erwarb eine Abfallvergärungsanlage in Zülpich (NRW) sowie eine Biogasanlage in Morbach (Rheinland-Pfalz).
  • Die BayWa r.e.-Gruppe war ebenfalls sehr aktiv. So konnte eine weitere Biomethananlage in Mehrum (Niedersachsen) an die Evergaz Deutschland GmbH sowie ein französischer Solarpark (41 MW) an das Konsortium Sonnedix aus Großbritannien und der Allianz-Gruppe veräußert werden. Mit einer Beteiligung am israelischen IT-Dienstleister Raycatch Ltd.2) wurde die Position als Start-up-Investor ausgebaut.
  • Neben dem Erwerb des französischen Solarparks konnte die Allianz-Gruppe mit den Übernahmen des portugiesischen Solarparks „Ourika“ (46 MW) von der WElink Energy (U.K.) Ltd. sowie von vier französischen Windparks (50,3 MW) der schweizerischen Axpo Holding AG ihr Europa-Portfolio deutlich ausbauen.
  • Mit der Übernahme der WindSale Holding GmbH hat die WEB Windenergie AG Projektrechte für Windenergievorhaben an insgesamt 12 Standorten in Brandenburg erworben. Auch die VSB Holding GmbH konnte Projektrechte zur Errichtung von Windparks mit einer Gesamtleistung von 80 MW erwerben. Verkäufer war die Felix Nova GmbH.
  • Die innogy SE veräußerte 41 % am britischen Offshore-Windpark „Triton Knoll“ an zwei japanische Unternehmen3),4).

1)Berechnung des Unternehmenswerts (UW): Equity Value + Nettoschulden (auf Basis öffentlich verfügbarer Unternehmensangaben).
2)Raycatch hat die Software „Deep Solar“ entwickelt, es handelt sich hierbei um ein Programm zur Betriebsführung und Wartung von Solaranlagen auf Basis von Künstlicher Intelligenz.
3)Electric Power Development Company Limited (25 %) / Kansai Electric Power Co., Inc. (16 %)
4)innogy SE bleibt mit 59 % der Anteile größte Gesellschafterin.
Quellen: Unternehmensangaben; IKB Research

Start-up-Unternehmen – Ausgewählte M&A-Transaktionen (07/18 bis 12/18)

Kommentar

  • Noch ist der M&A-Markt für Start-up-Unternehmen überschaubar. Doch das Interesse von EVUs und Stadtwerken nimmt im Rahmen der Neuausrichtung der Geschäftsmodelle deutlich zu.
  • Die innogy SE baut erfolgreich ihr Wachstumsgeschäft mit innovativen Technologien über den eigenen Innovation Hub aus. Anfang Juli 2018 erfolgte über die Tochtergesellschaft innogy e-mobility US die Übernahme der BTC Power Inc., ein Ladetechnikanbieter. Damit verschafft sich die innogy-Gruppe ein komplettes Schnelllade-Produktportfolio für den nordamerikanischen Markt. Im Oktober wurde die Recargo Inc. akquiriert, ein führendes Softwareunternehmen („Plugshare“-App) für Elektromobilität in den USA. Damit erweitert die innogy-Gruppe ihr Lösungsportfolio und stärkt ihre Position als Technologieanbieter im US-Markt. Im Rahmen einer Finanzierungsrunde, gemeinsam mit Shell Ventures, baut innogy das Portfolio an Start-up-Beteiligungen aus und erhält Anteile an Akselos, ein IT-Unternehmen, welches Simulationssoftware zur Überwachung, Instandhaltung und Wartung von Industrieanlagen anbietet.
  • Im Rahmen einer Aufstockung erhöht die VNG Innovation GmbH ihre Beteiligung am Clean-Tech Unternehmen Akvola von drei auf 9,06 %. Akvola beschäftigt sich mit der Planung, dem Bau und der Vermarktung von Kompaktanlagen zur Wasserreinigung. Darüber hinaus hatte die VNG-Gruppe an einer Finanzierungsrunde der Infrasolid GmbH teilgenommen und somit Anteile an einem Start-up-Unternehmen erhalten, welches sich mit der Entwicklung von Infrarotstrahlungsquellen für Gasdetektoren beschäftigt.
  • Weitere Start-up-Unternehmen haben sich mit Finanzierungsrunden frisches Kapital verschafft, sodass EVUs, wie bspw. die DEW21 oder E.ON, Anteile an Unternehmen erwarben. Im Regelfall aber erwarben die EVUs die Anteile von den Start-up-Gründern, so bspw. E.ON, Statkraft, Stadtwerke Schwäbisch Hall, Technische Werke Ludwigshafen und weitere.

1) Berechnung des Unternehmenswerts (UW): Equity Value + Nettoschulden (auf Basis öffentlich verfügbarer Unternehmensangaben).
Quellen: Unternehmensangaben; IKB Research

 

Übersicht ausgewählter Transaktionen im Segment Energie

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In der Werbemitteilung etwaig genannte Konditionen sind als unverbindliche Indikationen zu verstehen. Für einen eventuellen Geschäftsabschluss gelten die dann aktuellen Konditionen, die vom Marktgeschehen zum Abschlusszeitpunkt abhängen. Eine Anlage in etwa erwähnte Finanzinstrumente beinhaltet gewisse spezifische Risiken, darunter Kapital , Zins-, Währungs-, Kredit-, politische, Liquiditäts-, Zeitwert-, Produkt-, Branchen- und Markt sowie Landesrisiken und ist nicht für alle Anleger geeignet. Ein möglicher Investor muss feststellen, ob der Erwerb etwa erwähnter Finanzinstrumente sich mit seinen finanziellen Bedürfnissen, Zielen und Bedingungen deckt, mit allen darauf anwendbaren Vorgaben und Einschränkungen sowie mit anwendbaren Landesvorschriften übereinstimmt und es sich um eine angemessene und geeignete Anlage handelt, ungeachtet der benannten Risiken, die mit einer Anlage in das etwa erwähnte Finanzinstrument einhergehen. Mögliche Investoren sollten die Informationen, die in dem möglicherweise veröffentlichten Wertpapierprospekt enthalten sind, einschließlich und insbesondere des Abschnitts „Risikofaktoren”, sorgfältig prüfen und eine Investitionsentscheidung gegebenenfalls erst nach einem ausführlichen Beratungsgespräch durch einen Anlageberater treffen. Diese Werbemitteilung kann zukunftsgerichtete Aussagen beinhalten. Diese Aussagen basieren auf Auswertungen am Tag der Erstellung der Werbemitteilung und geben Annahmen wieder, die sich in Zukunft als falsch erweisen können. Begriffe wie beispielsweise „glauben”, „voraussehen”, „erwarten”, „beabsichtigen” und „überlegen” wurden gewählt, um Prognosen als solche kenntlich zu machen, sind aber nicht die einzige Möglichkeit, solche Aussagen genau zu bestimmen. Die IKB beabsichtigt nicht, sofern dies nicht aufsichtsrechtlich erforderlich ist, die zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren. Naturgemäß beinhalten zukunftsgerichtete Aussagen generelle und spezifische unvorhersehbare Risiken und Unwägbarkeiten. Zudem besteht das Risiko, dass Vorhersagen, Aussichten, Hochrechnungen und andere zukünftige Ergebnisse zur zukünftigen Entwicklung nicht erreicht werden und zu einem stark abweichenden Ergebnis führen können. Deshalb ist deren Gültigkeit auf den Tag der Erstellung dieser Werbemitteilung beschränkt. Durch den Erhalt und das Lesen dieser Werbemitteilung erklärt sich der Empfänger an die oben genannten Bestimmungen gebunden. Die IKB ihre Mitarbeiter und Führungskräfte übernehmen hinsichtlich der Verwendung, der Genauigkeit, Korrektheit und Vollständigkeit der Informationen in dieser Werbemitteilung und etwaigen anderen übergebenen werbenden Dokumenten keine Haftung, machen keine ausdrücklichen oder einbezogenen Zusicherungen und übernehmen keine Verantwortung. Dies umfasst ohne Einschränkung den Haftungsausschluss für Vorsatz und Fahrlässigkeit sowie Schäden die durch die Verwendung dieser Werbemitteilung oder deren Inhalte oder in einem anderen Zusammenhang mit dieser entstehen. Zudem wird die IKB Ungenauigkeiten in dieser Werbemitteilung nicht korrigieren. Hinweis an Personen in der Schweiz: Diese Werbemitteilung stellt weder eine Anlageempfehlung, noch ein Angebot, noch eine Einladung zur Abgabe eines Angebots zum Kauf der darin beschriebenen Wertpapiere dar. Zudem stellt diese Werbemitteilung (i) weder einen Emissionsprospekt im Sinne des Artikel 652a oder Artikel 1156 des Schweizerischen Obligationenrechts (OR), (ii) noch einen Kotierungsprospekt im Sinne des Kotierungsreglements der SIX Swiss Exchange oder einer anderen regulierten Handelsplattform in der Schweiz, (iii) noch einen vereinfachten Prospekt oder einen Prospekt im Sinne des Schweizer Bundesgesetzes über die kollektiven Kapitalanlagen dar. 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