[Healthcare, Pharma, Chemicals-Information vom 10. Oktober 2019] Die Elektronikindustrie verwendet Chemikalien zur Herstellung von Halbleitern, integrierten Schaltkreisen, Siliziumscheiben, Optoelektronik und Leiterplatten. Das Segment gehört neben pharmazeutischen Zwischenprodukten, Agrochemikalien, Aromen und Duftstoffen zu den Feinchemikalien. Die verschiedenen Produktgruppen innerhalb der Elektronikchemie umfassen Siliziumscheiben, Leiterplattenschichtstoffe, Photoresiste, Spezialgase, Nassverarbeitungschemikalien, Dünnschichten und sonstige Spezialitäten. Siliziumscheiben machen hierbei mehr als 50 % des globalen Marktes für Elektronikchemikalien aus. Der Markt wird von Asien dominiert, da vor allem in China, Japan und Südkorea die Produktion von Elektronikteilen ein entscheidender Wirtschaftsfaktor ist und starke Wachstumszahlen aufweist. Die große Konsumentenbasis, wachsende verfügbare Einkommen und eine größere Nachfrage nach Smartphones und Konsumelektronik verstärken den Wachstumstrend. In Europa und Nordamerika wird die Nachfrage von steigenden Absätzen bei Luxusgütern und High-End-Elektronikprodukten getrieben. Global stützen die Digitalisierung und Automatisierung in der Industrie das Segment. Wichtige Abnehmerindustrien sind Luft- und Raumfahrt, Verteidigung, Automotive und Unterhaltungselektronik. Zu den führenden Anbietern von Elektronikchemikalien gehören neben den großen Industriegasherstellern Air Liquide, Air Products und Linde auch diversifizierte Chemiekonzerne wie Albemarle, BASF, Eastman, Honeywell, Huntsman, Kyocera, Merck, Solvay, Sumitomo Chemicals und Wacker.

Konsolidierung in der Branche und Abnehmerindustrie weit fortgeschritten

Es gibt kaum Unternehmen, die einzig auf Elektronikchemikalien spezialisiert sind. Die Produkte des Segments bedienen unterschiedlichste Anwendungen und sind im Hinblick auf Rohstoffe und Produktionsprozesse sehr heterogen. Häufig haben große Chemiekonzerne Elektronikchemikalien entwickelt, die Synergien mit ihrem sonstigen Portfolio aufweisen und sich so auf wenige Subsegmente des Marktes spezialisiert. Dabei zählen Elektronikchemikalien häufig zu den ertragreicheren Produkten und versprechen laut dem Beratungshaus Roland Berger bei konstant überdurchschnittlichem Wachstum teilweise EBITDA-Margen von 15 bis 20 %. Nicht nur die Anbieterseite in diesem Markt ist bereits sehr spezialisiert und konzentriert, auch die Abnehmer sind in großen Elektronikkonzernen konsolidiert. Die spezialisierte Marktstellung der einzelnen Unternehmen vermindert den direkten Wettbewerbsdruck.

Globale Megatrends wie die Energie- und die Mobilitätswende erhöhen den Bedarf nach effizienten wiederaufladbaren Batterien und Photovoltaik-Modulen. Beide Technologien sind verstärkt auf Elektronikchemikalien angewiesen, weshalb das Segment von deren Entwicklung profitiert. Weiterhin stärkt die wachsende Nachfrage nach OLED-Displays sowie hochwertiger Konsumelektronik das Wachstum.

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