[Industrials & Automotive-Information vom 30. Juli 2019] Der Weltmarkt für Automation konnte in den vergangenen Jahren im Vergleich zur Weltwirtschaft überproportional zulegen und im Jahr 2017 laut ZVEI erstmals die Umsatzmarke von 500 Mrd. € deutlich übersteigen. Dabei profitierten auch viele deutsche Hersteller von zweistelligem Wachstum bei Umsatz und Auftragseingängen. Als Schlüsseltechnologie im Maschinenbau sowie in der Elektronik erwirtschaftet die Automation mit ca. 55 Mrd. € mittlerweile über ein Viertel des Umsatzes der gesamten deutschen Elektroindustrie.

Trotz Abkühlung der globalen Konjunktur stiegen die Umsätze in der Automation im Jahr 2018 weiter kräftig. Das Auftragsplus ging zwar leicht zurück, lag jedoch immer noch in einem hohen einstelligen Prozentbereich.

Der positive Trend der vergangenen Jahre wird sich dieses Jahr leicht abgeschwächt fortsetzen –Hochrechnungen gehen heute von ca. 5 % Wachstum beim Umsatz sowie bei den Auftragseingängen aus.

Positiver Ausblick für die Zukunft – Trends wichtiger Abnehmerindustrien

Mittel- bis Langfristig sind die Aussichten für die Automation weiterhin sehr positiv, wie wichtige Abnehmerindustrien signalisieren:

Die europäische Automobilindustrie dürfte sich in den kommenden Jahren erholen, wobei das Wachstum in den osteuropäischen Ländern stärker ausfällt. Ein deutlich höheres Wachstum findet in Asien statt. IHS Markit rechnet für das nächste Jahr bei Light Vehicles global mit einem Absatzwachstum von ca. 5 %. Verstärkt durch den Trend zur E-Mobilität werden wir mittelfristig Änderungen in der Wertschöpfungskette sehen, von denen alle Bereiche der Automation profitieren dürften.

Industrie 4.0 ist ohne Automatisierung und Vernetzung einzelner Elemente der Wertschöpfungskette nicht denkbar. Produktion und IT müssen vermehrt ineinandergreifen um auf individuelle Kundenwünsche reagieren zu können. Dabei sind Modulare Automationssysteme die Antwort auf die steigende Variantenvielfalt. Trotz der aktuell weltweit stagnierenden Nachfrage im Maschinenbau, werden durch die intelligente Vernetzung von Maschinen insbesondere Sensorik und Netzwerktechnik überproportional profitieren. Da im Zuge fortschreitender Digitalisierung vereinheitlichte Industriestandards mit kompatiblen Schnittstellen angestrebt werden, bieten sich erhebliche zusätzliche Absatzchancen für die Sensortechnik.

Die zunehmende Weltbevölkerung hat einen steigenden Bedarf an Energie zur Folge. Aufgrund des Pariser Klimaschutzabkommens soll der Ausstieg aus fossilen Energieträgern eingeleitet und ein Großteil des zukünftigen Bedarfs aus dezentralen Anlagen der Erneuerbaren Energien gewonnen werden. Wegen der Konzentration auf Renewables erfordert dies jedoch – gemessen in Gigawatt – einen überproportional hohen Zubau an Energieerzeugungskapazitäten und sorgt für einen nochmals anziehenden Bedarf an Sensoren.

Die Nahrungsmittelindustrie weist ebenfalls ein enormes Wachstumspotenzial auf. Die Vereinten Nationen erwarten bis zum Jahr 2050 einen 75 % höheren Nahrungsmittelbedarf im Vergleich zum Jahr 2007. Dies setzt neben einer Intensivierung der Agrarproduktion vor allem auch erhebliche Investitionen in den Ausbau der Nahrungsmittelindustrie voraus. In Kombination mit steigenden Qualitätsanforderungen werden hier insbesondere Produkte für Kennzeichnung, Sicherheit und Nachverfolgung eine zunehmende Rolle spielen.

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